Schon in frühen Jahren ist die Entwicklung von Kindern mit Autismus auffällig. Eines der typischen Symptome ist zum Beispiel, dass Mutter und Vater so gut wie keinen Augenkontakt mit ihrem Baby bekommen können. Darüber hinaus wird auch der körperliche Kontakt von Kindern mit Kanner- oder Asperger-Syndrom nahezu gänzlich abgelehnt. Betroffene Menschen reagieren außerdem nicht oder nur sehr selten auf Ansprache oder auf optische Einflüsse unterschiedlichster Art. Schon früh sind insbesondere die stereotypen Bewegungsabläufe erkennbar.
Das heißt, Personen mit Autismus wiederholen fast kontinuierlich einfache und für „normale“ Menschen sinnlos erscheinende Bewegungsabläufe. Mitunter „erfinden“ sie gar neue Wörter oder eignen sich eine „neue“ Sprache an. Häufig leiden autistische Kinder unter epileptischen Anfällen. Im Gegensatz zu gesunden Personen zeichnen sie sich überdies durch eine geringere Intelligenz aus. In diesem Zusammenhang sind aber dennoch die zum Teil bemerkenswerten, außergewöhnlichen Fähigkeiten in spezifischen (Fach-)Gebieten erwähnenswert. Es kommt nur sehr selten vor, dass Mimik oder Gestik im Rahmen einer Kommunikation mit dem sozialen Umfeld eingesetzt werden. Ungewohnte Abläufe im Alltag oder neue Situationen werden von Menschen mit Kanner-Syndrom zumeist als beängstigend oder höchst unangenehm empfunden. Feste Rituale und straffe Tagesstrukturen sind für sie von ganz besonderer Relevanz. Bei liebevollen Berührungen reagieren sie überempfindlich und furchtsam. Gefahren werden nur selten als solche wahrgenommen, während dahingegen harmlose Gegebenheiten oft als überaus angsteinflößend und einschüchternd empfunden werden.
Autisten scheinen in ihrer eigenen Welt zu leben und verharren nicht selten in ihren immer gleichen Bewegungsmustern. Sowohl bei Menschen mit Asperger-Syndrom, als auch bei Kanner-Autisten werden des Öfteren Schlaf- und Essstörungen beobachtet. Im Gegensatz zu Letzteren ist es für Asperger-Autisten durchaus möglich, ein weitestgehend normales Leben zu führen. Nichtsdestotrotz werden sie im sozialen Umfeld als „außergewöhnliche“ Menschen wahrgenommen.