Im Allgemeinen gilt der Autismus an sich als nicht heilbar. Nichtsdestotrotz wurden in der jüngsten Vergangenheit vielversprechende Therapieformen entwickelt, die in erster Linie dazu dienlich sind, gewisse Auffälligkeiten zu verbessern. Denn auf diese Weise kann es mitunter sogar ermöglicht werden, das Leben betroffener Kinder und Erwachsener im Alltag, insbesondere in ihrem sozialen Umfeld zu erleichtern.
Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die frühe Erkennung einer autistischen Störung einer optimalen und individuellen Förderung gleichgesetzt werden kann. Fakt aber ist, dass eine autistische Störung sehr facettenreich ist. Dementsprechend vielfältig sind somit auch die aktuell Therapieformen, die im Übrigen hauptsächlich dazu beitragen sollen, Ängste abzubauen und soziale Verbindungen aufzubauen. Um welche spezifische Therapie es in dieser Hinsicht auch geht: klar strukturierte Tagesabläufe und eindeutige Regeln spielen hierbei eine sehr entscheidende Rolle. Sicherlich gehört eine effiziente Förderung der sprachlichen Fähigkeiten in jedem Fall dazu. Selbst der Unterstützung anderer Formen des Sozialverhaltens (Kommunikation durch Bilder, Fotos et cetera) wird hier eine besondere Bedeutung beigemessen. Ergänzend werden darüber hinaus auch bestimmte Medikamente eingesetzt. Eine Linderung der eigentlichen Symptomatik kann damit zwar nicht erzielt werden, jedoch können depressive Verstimmungen gelindert, epileptische Anfälle reduziert und Zwäng und Aggressionsverhalten gebessert werden.
Von entscheidender Bedeutung im Rahmen der Therapierung von Autismus ist die verhaltenstherapeutisch orientierte Behandlung. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Förderung der psychosozialen Wahrnehmung und dem Abbau störender bzw. unangepasster Verhaltensweisen. Besondere Erfolge konnten bislang vor allem dann erzielt werden, wenn die Eltern oder sonstige enge Bezugspersonen in die Verhaltenstherapie mit einbezogen wurden. Je früher eine Therapierung des Autisten beginnt, desto besser.